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Pausenregelung und Zwangspause

Thomas Hofmann (admin), 16.09.2015

Im Arbeitszeitgesetz (§4) ist geregelt, dass der Arbeitgeber für die Einhaltung der Pausen zuständig ist. Demnach müssen Arbeitnehmer nach einer Arbeitszeit von 6 Stunden mindestens 30 Minuten Pause machen. Nach 9 Stunden müssen mindestens 45 Minuten Pause eingehalten werden. Der Arbeitgeber kann betrieblich natürlich auch längere Pausen festlegen. Grundsätzlich werden die Pausenregelungen in den Arbeitszeitprofilen festgelegt. Hier haben Sie mehrere Optionen.

Feste Pausen

Wenn Sie feste Pausen anlegen, definieren Sie entsprechende Zeitfenster, in denen die Pause stattfinden muss. TimeCard prüft also am Ende des Tages, ob eine Pause in diesem Zeitfenster stattgefunden hatte und ob die Pause ausreichend war. Wenn nicht, füllt TimeCard die Pausenzeit automatisch auf.

Screenshot Pausenregelung mit festen Pausenzeitenzoom

Ich empfehle hier immer, die Pausenzeiten nicht zu knapp zu bemessen. Für eine Mittagspause, die mindestens 30 Minuten dauern soll, würde ich also ein Zeitfenster von mindestens einer Stunde vorschlagen. (z.B. von 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr mindestens 30 Minuten).

 

Tagespause Anwesenheit

Hier können Sie variable Pausen nach der Tagesanwesenheit definieren. Die Anwesenheit wird inkl. der stattgefundenen Pausen oder Arbeitsunterbrechungen berechnet (erste Kommen Buchung). Auch in diesem Fall wird mit dem Abschluss des Tages geprüft, wie viel Erholungspausen der Mitarbeiter gestempelt hat und die Zeit entsprechend aufgefüllt.

Screenshot Pausenregelung nach Anwesenheitzoom

Beispiel:

Nach 6 Stunden sollen 30 Minuten Pause abgezogen werden. Nach 9 Stunden sollen 45 Minuten abgezogen werden. War der Mitarbeiter also am Tagesende mehr als 6 Stunden anwesend und hat nur eine Pause von 20 Minuten gestempelt, werden die restlichen 10 Minuten als automatische Pause abgezogen. TimeCard füllt also die Pausenzeit auf.

 

Hinweis:

Oft werden wir im Support angesprochen, weil Mitarbeiter, die bereits nach 6 Stunden und einer Minute gehen, ggf. eine Pausenzeit abgezogen bekommen. Im Arbeitszeitgesetz ist zunächst eindeutig geregelt, dass eine Mindestpause von 30 Minuten nach 6 Stunden zu machen ist. Das bedeutet aus unserer Sicht, dass die Pause nicht erst nach 6 Stunden zu beginnen hat, sondern bereits nach 6 Stunden abgeschlossen sein muss. Insofern ist die Regelung, wie hier skizziert aus unserer Sicht fachlich richtig.

Alternativ dazu können Sie die Pausen auch nach der Arbeitszeit berechnen. Dann wird nur die tatsächliche Arbeitszeit für die Pausenwerte herangezogen, der Mitarbeiter kann also mehr als 6 Stunden arbeiten, ohne dass eine automatische Pause anfällt.

Tagespause Arbeitszeit

Mit dieser Option verhält sich TimeCard wie bei der Tagespause Anwesenheit, allerdings werden nur die tatsächlichen Atrbeitszeiten berücksichtigt. Diese Option ist sicher arbeitnehmerfreundlicher, weil nur die tatsächlichen Arbeitsstunden als Grundlage gelten.

Definieren Sie also, wie im vorherigen Beispiel, die Tagespause von 30 Minuten nach 6 Stunden Arbeitszeit, dann wird erst nach 6:30 h die automatische Pause berechnet.

Pausenschwellwerte

Oft werden Pausen von nur wenigen Minuten gemacht. Insbesondere die Raucherpausen dauern in der Regel ca. 5 bis 8 Minuten. Wenn Sie die Pausenregelung nach Arbeitszeit oder nach Anwesenheit definiert haben, werden auch kleinere Arbeitsunterbrechungen als Erholungspause angerechnet.

Um dies zu verhindern, können Sie Pausenschwellwerte festlegen. Damit definieren Sie, ab welcher Zeit, eine Pause als Erholungspause herangezogen werden soll.

In den Abwesenheitskonten, also den einzelnen Buchungskennzeichen der "Gehen" Buchungen, können Sie die Pausenschwellwerte eintragen.

Screenshot Pausenschwellwertezoom

Beispiel:

Wenn Sie also einen Wert von 00:11 festlegen, werden die Arbeitsunterbrechungen erst nach den 11 Minuten als Erholungspause angerechnet.

 

Vorsicht bei Änderungen:

Wenn Sie die Pausenschwellwerte ändern, werden alle Buchungen, also auch zurückliegende Buchungen entsprechend geändert. Das kann Auswirkungen auf die Arbeitszeiten der Mitarbeiter haben. Überlegen Sie also genau, ob und ggf. wann Sie diese Änderungen vornehmen!

Um die Werte festzulegen, wechseln Sie in das Register "Abwesenheitskonten" und markieren Sie das Abwesenheitskonto, das Sie bearbeiten möchten. Ich empfehle hier neben der IST-Zeit, auch die "Pause" entsprechend zu definieren. Meiner Meinung nach sollten hier zwischen 10 und 15 Minuten festgelegt werden.

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